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Kulturbahnhof Kassel

Umgestaltung und Sanierung des Hauptbahnhofs zum Kulturbahnhof

 

Bauherr: Deutsche Bahn Station + Service AG, Bali GmbH Bahnhofslichtspiele

Realisierung: 1995 - 2000

Projektteam: Wolfgang Dunkelau, Reinhard Paulun, Ralf Schnucke, Volker Umlauff

Auszeichnungen:

Simon-Louis-du-Ry-Plakette 1998

Vorbildliche Bauten in Hessen - Bauen im Bestand 1999

Denkmalschutzpreis des Landes Hessen 1999

 

Mit dem Neubau des Fernbahnhofs Kassel Wilhelmshöhe verlor der Hauptbahnhof zunehmend an Bedeutung für den Verkehr. Zurückgehende Fahrgastzahlen, leerstehende Mietflächen und ein schwieriges Umfeld sorgten für eine zunehmende Verödung des Bahnhofs und seines Umfeldes.

 

Beginnend mit der Initiative privater Kultureinrichtungen und dem folgenden Engagement der Deutschen Bahn AG wurde der Hauptbahnhof Kassel in den Jahren 1995–2000 zum ersten Kulturbahnhof Deutschlands umgebaut und ein Revitalisierungsprozess des Stadtquartiers in Gang gesetzt, der bis heute anhält.

Neben den neu gestalteten BALI-Kinos, der ersten Galerie für komische Kunst - caricatura - und dem Restaurant Gleis 1 mit angegliedertem Tagungszentrum, stehen die für Veranstaltungen umgebauten und sanierten Bahnhofshallen im Mittelpunkt des Konzeptes, eine Verbindung aus Verkehrsstation und Veranstaltungszentrum zu schaffen.

 

Die vorhandenen Hallen wurden so umgebaut, dass eine Nutzung für Veranstaltungen mit geringen Eingriffen jeder Zeit möglich ist. Temporäre Veranstaltungen führen dabei zu Synergien mit ständigen Einrichtungen des Bahnhofs wie den Kinosälen und den Tagungs- und Ausstellungsräumen.

 

Das Konzept einer beständigen Weiterentwicklung innerhalb eines "Entwicklungsrahmens" hat zu einer nachhaltigen Verankerung des Bahnhofs in der Kulturlandschaft Kassels und einer verbesserten Vernetzung des Standortes mit der Innenstadt geführt. Neben kleineren, wiederkehrenden Veranstaltungen war der Kulturbahnhof u.a. Standort der documenta X, 11, 13 und 14, des Traumtänzerfestivals 1999-2001, sowie der Verleihung des BDA – Architekturpreises 2007.

 

Das Gestaltungskonzept verfolgt die Idee des "Sichtbarmachens". Die Schichten des seit 1895 anhaltenden Umbaus wurden gleichberechtigt und für den Betrachter spannungsreich ohne aufwendiges Hinzufügen gegenübergestellt. Die vorgenommenen Eingriffe im Rahmen der Umgestaltung sind auf die Stärkung der Qualitäten des Bestandes ausgerichtet.

 

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